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Pauschale oder Rechnung

Kranken­haus­tagegeld oder Kranken­haus­zusatz­versicherung: Was passt zu welchem Bedarf?

Beide Verträge greifen am selben Tag, im selben Haus, bei derselben Diagnose — und zahlen völlig verschieden. Der eine überweist eine feste Summe, ohne nach Quittungen zu fragen. Der andere begleicht die Rechnung, die das Krankenhaus stellt. Welcher der richtige ist, hängt nicht am Preis, sondern daran, was bei Ihnen im Ernstfall fehlt.

  • Beiträge und Tagessätze aus den Tarifunterlagen der Gesellschaften
  • Anfrage kostenlos und unverbindlich
Paar bespricht Unterlagen zur finanziellen Absicherung
Krankenhaustagegeld und Zusatzversicherung: Geldleistung und Kostenerstattung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Krankenhaustagegeld: Monatsbeitrag für 25 € je Liegetag

5,05 €

mit vierzig Jahren kostet dieser eigenständige Tagegeldtarif der VGH.

Ein Wahlleistungstarif mit Zimmerstufe liegt im selben Alter bei rund 28,90 € im Monat — er zahlt dafür die Rechnung statt einer Pauschale.

Summenleistung gegen Kostenerstattung

Das Krankenhaustagegeld ist eine Summenleistung: ein vereinbarter Betrag je Tag stationärer Behandlung, frei verwendbar, ohne Beleg. Die Krankenhauszusatzversicherung ist eine Kostenerstattung: Sie übernimmt, was das Krankenhaus für Unterkunft und Wahlarzt tatsächlich berechnet, und zwar in der Höhe, die auf der Rechnung steht. Das eine sichert Ihr Budget, das andere Ihren Komfort.

Acht Tage im Einzelzimmer: Was jeder der beiden Verträge zahlt

Gerechnet mit dem Einbettzimmer-Zuschlag eines Universitätsklinikums von 165 € je Berechnungstag und der gesetzlichen Zuzahlung von 10 € je Kalendertag. Das Wahlarzthonorar bleibt in allen drei Rechnungen außen vor — es wird getrennt berechnet und macht den Abstand nur größer.

Nur Krankenhaustagegeld

25 € je Tag, kein Wahlleistungsschutz

Die Pauschale kommt, die Rechnung bleibt
Zimmerzuschlag, 8 Tage1.320 €
Gesetzliche Zuzahlung80 €
Zu zahlen insgesamt1.400 €
Auszahlung des Tagegelds200 €
Tragen Sie selbst1.200 €
Wer das Einzelzimmer will, muss den Rest aus eigener Tasche zahlen.

Nur Zusatzversicherung

Unterkunft in tatsächlicher Höhe versichert

Die Rechnung ist gedeckt, die Pauschale entfällt
Zimmerzuschlag, 8 Tage1.320 €
Gesetzliche Zuzahlung80 €
Zu zahlen insgesamt1.400 €
Übernimmt der Tarif1.320 €
Tragen Sie selbst80 €
Offen bleibt die gesetzliche Zuzahlung — und alles, was keine Rechnung erzeugt.

Beides zusammen

Wahlleistung plus 25 € je Tag

Die Rechnung gedeckt, die Zuzahlung ausgeglichen
Zimmerzuschlag, 8 Tage1.320 €
Gesetzliche Zuzahlung80 €
Zu zahlen insgesamt1.400 €
Tarif und Tagegeld zusammen1.520 €
Bleibt Ihnen übrig120 €
Der Überschuss deckt Anfahrten, Betreuung und die Woche danach.

Der Tagessatz von 25 € ist der, für den der Beitrag im Einstiegskasten gilt; er wird beim Abschluss frei vereinbart. Die erste Karte zeigt zugleich die Grenze des Tagegelds: Es schließt keine Lücke, es legt einen festen Betrag daneben.

Woran sich die beiden Verträge unterscheiden — und wo sie sich gar nicht berühren

Krankenhaustagegeld

  • fester Betrag je Tag stationärer Behandlung
  • kein Beleg, kein Verwendungsnachweis, keine Rechnung
  • zahlt auch im Mehrbettzimmer der Regelversorgung
  • deckt die gesetzliche Zuzahlung und die Nebenkosten
  • ändert nichts an Zimmer, Arztwahl oder Klinikwahl

Krankenhauszusatzversicherung

  • übernimmt die berechneten Wahlleistungen der Höhe nach
  • setzt eine Wahlleistungsvereinbarung mit dem Haus voraus
  • ermöglicht Ein- oder Zweibettzimmer und die Arztwahl
  • trägt die gesetzliche Zuzahlung in der Regel nicht
  • zahlt nichts, wenn keine Wahlleistung in Anspruch genommen wird

Der letzte Punkt beider Spalten zeigt, warum die Frage „oder“ oft falsch gestellt ist. Das Tagegeld verbessert die Behandlung nicht, und die Zusatzversicherung zahlt nichts für Tage, an denen keine Wahlleistung anfällt. Viele Wahlleistungstarife bauen deshalb ein Ersatz-Krankenhaustagegeld ein — es greift aber ausdrücklich nur beim Verzicht auf die versicherte Leistung und ist kein eigenständiges Tagegeld.

Die gesetzliche Zuzahlung

Genau hier trennen sich die Verträge

Zehn Euro je Kalendertag stationärer Behandlung sind eine Eigenbeteiligung an der Regelleistung der Kasse. Ein Wahlleistungstarif erstattet sie regelmäßig nicht, weil sie keine Wahlleistung ist. Ein Krankenhaustagegeld deckt sie, weil es gar nicht nach dem Anlass der Ausgabe fragt. Für wen das der Hauptgrund ist, ist die Antwort auf die Titelfrage eindeutig.

Was ein eigenständiges Krankenhaustagegeld im Monat kostet

Die folgenden Tarife sind reine Tagegeldverträge: Sie lassen sich ohne Zimmerstufe abschließen und zahlen unabhängig von der Unterbringung. Der Beitrag gilt jeweils für den Tagessatz, den die Gesellschaft in ihrer Tarifbeschreibung nennt.

Gesellschaft und Tarif 20 Jahre30 Jahre40 Jahre50 Jahre60 Jahre70 Jahre
ALTE OLDENBURGER KHT 0,50 € 1,02 € 1,28 € 1,69 € 2,26 € —
Concordia KHT 1,57 € 2,04 € 2,65 € 3,45 € 4,54 € 5,90 €
VGH VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 3,00 € 3,90 € 5,05 € 6,80 € 9,15 € 11,78 €

Monatsbeitrag je versicherter Person nach Eintrittsalter, Stand 18. September 2026. Welcher Tagessatz im Beitrag steckt, steht auf der Seite der jeweiligen Gesellschaft — ohne diese Angabe sind zwei Tagegeldbeiträge nicht vergleichbar.

Der Abstand zu einem Wahlleistungstarif ist beträchtlich und er hat einen sachlichen Grund: Ein Tagegeld versichert eine feste Summe, die schon beim Abschluss feststeht. Ein Wahlleistungstarif versichert eine Rechnung, deren Höhe erst das Krankenhaus und der Arzt bestimmen. Wer beide Beiträge nebeneinanderlegt, vergleicht deshalb nicht zwei Preise für dasselbe, sondern zwei Preise für sehr unterschiedlich große Versprechen.

Welcher Tagessatz und welche Zimmerstufe passen zusammen?

Wir rechnen Tagegeld, Wahlleistungstarif und die Kombination für Ihren Jahrgang durch.

Beide Wege anfragen

Vier Ausgangslagen und die Antwort auf die Titelfrage

Ruhe ist der Hauptgrund

Zusatzversicherung

Wem es um das eigene Zimmer und den behandelnden Arzt geht, hilft eine Pauschale nicht weiter — sie ändert an der Unterbringung nichts. Hier führt nur der Weg über die Wahlleistung, und die Frage lautet dann nur noch, welche Zimmerstufe es sein soll.

Jeder Klinikliegetag kostet Umsatz

Tagegeld, und zwar zuerst

Selbständige und Freiberufler verlieren an jedem Liegetag Einnahmen, für die es keine Rechnung gibt. Das Tagegeld ist die einzige der beiden Leistungen, die dafür überhaupt zahlt — auch wenn der eigentliche Ausfall danach weitergeht.

Kleines Budget, großer Respekt vor der Zuzahlung

Tagegeld mit niedrigem Satz

Wer vor allem die Eigenbeteiligung und die Fahrtkosten auffangen will, bekommt das für wenige Euro im Monat. Das ist kein Ersatz für die Wahlleistung, aber es ist auch nicht als einer gedacht.

Familie, Kinder, pflegebedürftige Angehörige

beides zusammen

Hier entstehen im Ernstfall beide Arten von Kosten: die Klinikrechnung und der ganze Aufwand ringsum — Betreuung, Fahrten, Haushaltshilfe. Die Kombination ist in dieser Lage keine doppelte Absicherung, sondern eine vollständige.

  1. Lässt sich das Tagegeld unabhängig von den Zimmertarifen abschließen?

    Mehrere Gesellschaften führen es als eigenen Tarif. Andere bieten nur das Ersatz-Tagegeld innerhalb eines Wahlleistungstarifs — das ist etwas anderes.

  2. Ab welchem Tag wird gezahlt?

    Reine Tagegeldtarife zahlen üblicherweise ab dem Aufnahmetag. Prüfen Sie, ob Aufnahme- und Entlassungstag beide mitzählen.

  3. Gilt das Tagegeld auch bei Kur und Reha?

    Häufig nur eingeschränkt, teils gedeckelt und für eine begrenzte Zahl von Tagen. Für wen eine Anschlussheilbehandlung wahrscheinlich ist, entscheidet sich hier.

  4. Lässt sich der Tagessatz später anheben?

    Eine Erhöhung ist eine Mehrleistung und darf an eine erneute Gesundheitsprüfung geknüpft werden. Wer aufstocken will, sollte das vorher wissen.

Wer die beiden Tagegelder verwechselt, landet schnell beim falschen Produkt: Das Krankentagegeld ersetzt den Verdienstausfall bei Arbeitsunfähigkeit und hat mit dem Klinikaufenthalt nur mittelbar zu tun. Der Unterschied steht unter Krankenhaustagegeld und Krankentagegeld im Unterschied.

Pauschale, Rechnung — oder beides?

Sagen Sie uns Ihren Jahrgang und was im Ernstfall am meisten wehtut. Sie erhalten beide Wege mit Beitrag und Leistung als schriftliche Aufstellung.

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Häufige Fragen zur Wahl zwischen Tagegeld und Zusatzversicherung

Ersetzt ein Krankenhaustagegeld die Krankenhauszusatzversicherung?

Nur rechnerisch und nur bei sehr hohem Tagessatz. Das Tagegeld zahlt eine Pauschale, die Zusatzversicherung die tatsächliche Rechnung. Liegt der Zimmerzuschlag eines Hauses über dem vereinbarten Tagessatz, bleibt beim Tagegeld eine Differenz offen — und das Wahlarzthonorar, das getrennt berechnet wird, deckt es ohnehin nicht ab.

Kann ich beides gleichzeitig haben?

Ja, und bei mehreren Gesellschaften lässt sich das Tagegeld unabhängig von den Zimmertarifen abschließen. Die Kombination ist die vollständigste Lösung: Die Zusatzversicherung trägt Unterkunft und Arzt, das Tagegeld fängt alles auf, was keine Rechnung erzeugt — die gesetzliche Zuzahlung, Fahrten, Betreuung, Haushaltshilfe.

Wird das Krankenhaustagegeld auch gezahlt, wenn ich im Mehrbettzimmer liege?

Ja. Es knüpft allein an die medizinisch notwendige stationäre Behandlung an, nicht an die Unterbringung. Das unterscheidet es vom Ersatz-Krankenhaustagegeld in einem Wahlleistungstarif, das nur anfällt, wenn auf eine versicherte Wahlleistung ausdrücklich verzichtet wird.

Welcher Tagessatz ist sinnvoll?

Rechnen Sie von unten. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt zehn Euro je Kalendertag; darüber liegen die Kosten, die tatsächlich anfallen — Anfahrten der Angehörigen, Betreuung von Kindern oder Haustieren, Haushaltshilfe nach der Entlassung. Ein Satz, der die Zuzahlung nur ausgleicht, deckt den kleineren Teil des Problems.

Was ist günstiger?

Das Tagegeld, deutlich. Es versichert eine feste Summe statt einer offenen Rechnung und kostet deshalb einen Bruchteil. Das ist allerdings kein Argument, sondern eine Folge: Beide Verträge lösen verschiedene Probleme, und der Preisunterschied entspricht dem Unterschied im übernommenen Risiko.

Ein Krankenhaustagegeld ist nach § 3 Nummer 1 Buchstabe a des Einkommensteuergesetzes steuerfrei und wirkt sich auch nicht über den Progressionsvorbehalt auf den Steuersatz aus.