VGH Klinik-Zusatzschutz im Vergleich
VGH: Erstattung bis zum 3,5-fachen Satz — und was darüber offen bleibt
Bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung erstattet die VGH das Wahlarzthonorar vollständig. Erst eine Honorarvereinbarung darüber hinaus geht über das hinaus, was die VGH übernimmt. Die VGH führt dafür 4 Tarife der Reihe First Class.
- Leistungen der VGH im Einzelnen
- Stand 18. September 2026
Chefarztrechnung und VGH
3,5-fachbis zum 3,5-fachen Satz — bis dahin reicht die Erstattung der ärztlichen Leistungen bei der VGH.
Wartezeit 3 Monate · Alterungsrückstellung gebildet · 4 Tarife im Vergleich
VGH: Tarife, Erstattung und Wartezeit im Überblick
Die stationäre Zusatzversicherung der VGH heißt First Class und ist in Wahrheit ein Baukasten aus zwei Verträgen, die auch einzeln zu haben sind: Tarif KHU bezahlt den Aufpreis, den ein Krankenhaus für die bessere Zimmerbelegung berechnet, Tarif KHP das Honorar des Spezialisten oder Chefarztes. Erst beide zusammen ergeben den Privatpatienten-Status, den die Gesellschaft bewirbt — mit 40 Jahren für 40,26 Euro im Monat, von denen 29,35 Euro auf den Arzt und nur 10,91 Euro auf das Zimmer entfallen. Die VGH rechnet mit Alterungsrückstellung, verzichtet bei gemischten Krankenanstalten auf die sonst übliche Zusage vorab und zahlt für ein begleitetes Kind bis zu 14 Tage lang 35 Euro am Tag. Ihre Grenze zieht sie beim Höchstsatz der Gebührenordnung: Was ein Chefarzt darüber hinaus vereinbart, bleibt beim Patienten. Ergänzend führt die VGH mit Tarif KHT ein Krankenhaustagegeld ohne zeitliche Begrenzung und mit Tarif KUR ein Kurtagegeld.
4 Tarife der VGH — was sie beim Zimmer und beim Arzthonorar trennt
Jede Zeile steht für einen Tarif der VGH; die Spalten trennen die Unterbringung von der ärztlichen Leistung. Die Reihe trägt bei der VGH den Namen First Class.
| Tarif | Einbettzimmer | Zweibettzimmer | Wahlarzt |
|---|---|---|---|
| VGH First Class (Tarife KHU und KHP) Beide Bausteine zusammen: Ein- oder Zweibettzimmer, Behandlung durch Spezialisten oder Chefarzt bis zum Höchstsatz der GOÄ, freie Krankenhauswahl in Deutschland und bis zu 40 Euro Ersatz-Tagegeld, wenn beide Wahlleistungen ungenutzt bleiben. Erweiterte Zimmerausstattung und Sonderverpflegung gehören dazu, ebenso 14 Tage Begleitung eines Kindes bis zum vollendeten 14. Lebensjahr mit bis zu 35 Euro am Tag. | 100 % | 100 % | bis zum Höchstsatz der GOÄ |
| VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) Nur die Unterbringung: erstattet wird der gesondert berechenbare Zuschlag für das Ein- oder Zweibettzimmer samt Sonderverpflegung, Sanitärzelle und Zimmerausstattung, dazu die Begleitung eines Kindes und die Mehrkosten bei freier Krankenhauswahl. Das Arzthonorar bleibt außen vor, dafür liegt der Beitrag mit 40 Jahren bei 10,91 statt 40,26 Euro. | 100 % | 100 % | nicht enthalten |
| VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) Nur das Arzthonorar: die gesondert berechenbare privatärztliche Behandlung im Krankenhaus, einschließlich der Wahlleistungen einer vorstationären oder nachstationären Behandlung (§ 115a SGB V). Zahnersatz ist ausgenommen, und das Zimmer bleibt das Mehrbettzimmer der Kasse. | nicht enthalten | nicht enthalten | bis zum Höchstsatz der GOÄ |
| VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) Geld statt Komfort: für jeden Tag einer medizinisch notwendigen stationären Behandlung zahlt die VGH das vereinbarte Tagegeld, steuerfrei und ohne zeitliche Begrenzung. Die Beiträge unten gelten für 25 Euro am Tag — damit sind der gesetzliche Eigenanteil von 10 Euro je Tag und die Nebenkosten des Aufenthalts abgedeckt. | nicht enthalten | nicht enthalten | nicht enthalten |
Die beiden Bausteine der VGH lassen sich einzeln bestellen, und das verschiebt den Beitrag erheblich: Mit 40 Jahren kostet das Zimmer (KHU) 10,91 Euro, das Arzthonorar (KHP) 29,35 Euro — der Privatarzt ist also fast dreimal so teuer wie das bessere Bett. Wer nur einen Baustein nimmt, verliert auch die Nebenleistungen, die daran hängen: Die freie Krankenhauswahl und die Begleitung des Kindes stecken in KHU, die Wahlleistungen rund um den Aufenthalt in KHP. Das Ersatz-Krankenhaustagegeld beträgt je Baustein 20 Euro am Tag und erreicht nur zusammen die 40 Euro, mit denen die VGH wirbt. Tarif KHT ist kein Ersatz für die beiden, sondern eine Geldleistung obendrauf; Tarif KUR deckt Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen bis zu 28 Tage ab, mit 50 Prozent des Tagegeldes für sonstige Kuren. Grundlage aller Bausteine sind die Musterbedingungen 2009 mit den Tarifbedingungen 2017; die Tarifblätter tragen den Stand 01.17. Hervorgehoben ist die Stufe, die bei der VGH den größten Leistungsumfang trägt. Stand der Angaben: 18. September 2026.
VGH VGH First Class (Tarife KHU und KHP) zahlt bis zum 3,5-fachen Satz — und was darüber passiert
Dieser eine Punkt entscheidet bei der VGH über mehr Geld als jede andere Tarifangabe — und er steht in keinem Werbetext.
Erstattungsgrenze der VGH
bis zum 3,5-fachen Satz
- 2,3-fach Regelfall ohne Begründung
- 3,5-fach mit schriftlicher Begründung
- darüber nur mit Honorarvereinbarung
Die VGH zieht die Grenze beim Höchstsatz der Gebührenordnung. Tarif KHP erstattet die gesondert berechenbare privatärztliche Behandlung so weit, wie der Arzt sie nach der amtlichen Gebührenordnung abrechnen darf. Was er darüber hinaus berechnet, bleibt an Ihnen hängen: Für Aufwendungen, die „durch Überschreiten der möglichen Höchstsätze“ entstehen, sagen die Tarifbedingungen 2017 knapp, es „besteht kein Leistungsanspruch“. Vereinbart ein Chefarzt nach § 2 GOÄ ein Honorar oberhalb des 3,5-fachen Satzes, tragen Sie den Überhang bei der VGH selbst. Zahnersatz ist in KHP ausdrücklich ausgenommen, auch wenn er im Krankenhaus anfällt.
Für Sie bedeutet das: Die VGH reicht bis an die obere Kante des Gebührenrahmens, aber nicht darüber, und mit einer Honorarvereinbarung bleibt der Teil oberhalb des Höchstsatzes offen.
Die VGH gegen den übrigen Markt rechnen lassen?
Für ein belastbares Bild braucht es Ihr Eintrittsalter: Damit stellen wir die VGH neben die Tarife mit vergleichbarem Zuschnitt.
Beiträge berechnen lassenWelche Bedingungen gelten bei der VGH neben der Erstattungsgrenze?
Neben der Erstattungsgrenze entscheidet bei der VGH eine Handvoll Klauseln darüber, wie brauchbar der Vertrag im Ernstfall ist.
| Merkmal | Regelung bei der VGH |
|---|---|
| Wartezeit | Für die First-Class-Bausteine der VGH gelten die Wartezeiten des § 3 MB/KK 2009: drei Monate allgemeine Wartezeit ab Versicherungsbeginn, acht Monate für eine Entbindung. Die allgemeine Wartezeit entfällt bei Unfällen und zusätzlich bei einer in den Tarifbedingungen 2017 einzeln aufgezählten Reihe akuter Infektionskrankheiten — von Masern, Windpocken und Scharlach über Mumps und Keuchhusten bis zu Typhus und Cholera. Wird der Antrag in Verbindung mit einer ärztlichen Untersuchung gestellt, können die Wartezeiten erlassen werden. Wer aus der gesetzlichen Kasse oder einer Vollversicherung ausscheidet und binnen zwei Monaten anschließt, bekommt die dort zurückgelegte Zeit angerechnet. |
| Gesundheitsfragen | Vor dem Vertrag steht bei der VGH eine vollständige Risikoprüfung. Gefragt wird unter anderem nach stationären Aufenthalten der letzten fünf Jahre — ausdrücklich einschließlich Reha-, Kur- und Schmerzkliniken —, nach chronischen Beschwerden, nach regelmäßig eingenommenen Arzneimitteln der letzten drei Jahre, nach einem Grad der Behinderung, nach einer HIV-Infektion und nach einer Fehlsichtigkeit von mehr als sieben Dioptrien, für die ein eigener augenärztlicher Bericht dazukommt. Bei Kindern treten die U-Untersuchungshefte an diese Stelle; bei Frühgeburten vor der 37. Schwangerschaftswoche verlangt die Gesellschaft zusätzlich den Ausdruck der Patientenkartei. Versicherungsfähig ist, wer gesetzlich krankenversichert ist, samt den familienversicherten Angehörigen. |
| Alterungsrückstellung | Die VGH berechnet First Class mit Alterungsrückstellung: Allein weil die versicherte Person älter wird, darf der Beitrag nicht steigen, solange eine Rückstellung zu bilden ist. Das Eintrittsalter ergibt sich aus dem Jahr des Vertragsbeginns abzüglich des Geburtsjahres — der Geburtstag selbst zählt nicht, wer im Dezember geboren ist, zahlt dasselbe wie der im Januar Geborene. Zusätzlich fließt der gesetzliche Zuschlag nach § 150 VAG in die Rückstellung und wird ab Vollendung des 65. Lebensjahres für Beitragsermäßigungen verwendet. Zwei Altersstufen sind fest geregelt: Ab Ende des Kalenderjahres, in dem ein Kind 14 wird, gilt der Beitrag der Gruppe 15 bis 19 Jahre, ab Ende des Jahres der Vollendung des 19. Lebensjahres der Beitrag zum Eintrittsalter 20. Hinzu kommt eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung nach Maßgabe der Tarifbedingungen. |
| Privatklinik | Die freie Krankenhauswahl der VGH endet an der Abrechnungsart des Krankenhauses. Entscheidet sich die versicherte Person für eine Klinik, die die ärztliche Einweisung nicht nennt, trägt Tarif KHU die Mehrkosten der allgemeinen Krankenhausleistungen. Für Kliniken außerhalb des deutschen Entgeltsystems gilt dagegen: „Unterliegt das aufgesuchte Krankenhaus nicht dem Krankenhausentgeltgesetz bzw. der Bundespflegesatzverordnung, so sind die Aufwendungen für die allgemeinen Krankenhausleistungen nicht erstattungsfähig.“ In einer reinen Privatklinik bleibt damit der Grundpreis des Aufenthalts an Ihnen hängen. Ausgenommen von der Erstattung ist außerdem die gesetzliche Zuzahlung, die die Krankenkasse verlangt — dafür gibt es Tarif KHT. |
| Gemischte Anstalten | Hier geht die VGH über die Musterbedingungen hinaus. Im Tarifblatt KHU steht: „Zugunsten der versicherten Person verzichtet der Versicherer auf die Anwendung des § 4 Abs. 5 MB/KK 2009.“ Die sonst verlangte schriftliche Zusage vor Beginn der Behandlung entfällt damit für Kliniken, die neben der Akutmedizin auch Kuren, Sanatoriumsbehandlung oder die Aufnahme von Rekonvaleszenten betreiben. Für alle Tarife nennen die Tarifbedingungen 2017 außerdem vier Lagen, in denen sich die Gesellschaft nicht auf eine fehlende Leistungszusage beruft: die Anschlussheilbehandlung, wenn sie binnen acht Tagen auf die Akutbehandlung folgt; die Einweisung im Notfall; der Umstand, dass rund um den Wohnort nur diese eine Klinik die Versorgung sicherstellt; und eine akute Erkrankung, die sich erst auf Station einstellt. |
| Vor- und nachstationär | Tarif KHP zieht auch die Wahlleistungen einer vorstationären oder nachstationären Behandlung nach § 115a SGB V in den Schutz hinein. Der Anspruch auf den Privatarzt ist bei der VGH also nicht auf die Tage zwischen Aufnahme und Entlassung begrenzt. |
| Rooming-in | Wird ein Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr stationär behandelt und dabei von einem Elternteil begleitet, erstattet Tarif KHU die zusätzlichen Unterbringungs- und Verpflegungskosten des Elternteils bis zu 14 Tage je Krankenhausaufenthalt und bis zu 35 Euro am Tag. Die Grenze von 35 Euro darf die VGH der Kostenentwicklung anpassen. |
| Krankentransport | Eine Erstattung von Fahrt- oder Transportkosten steht in keinem der beiden First-Class-Tarifblätter. Die Fahrt zum Krankenhaus ordnet die VGH den Nebenkosten eines Aufenthalts zu: Neben Telefon und Zeitschriften nennt sie ausdrücklich die Fahrtkosten der Familie als Beispiel dafür, wofür das frei vereinbarte Tagegeld aus Tarif KHT gedacht ist. Abgedeckt wird die Fahrt bei der VGH also über einen Tagessatz, nicht über eine Rechnung. Der gesetzliche Eigenanteil an den Fahrkosten bleibt davon unberührt. |
| Krankenhaustagegeld | Zwei Größen sind bei der VGH auseinanderzuhalten. Das Ersatz-Krankenhaustagegeld greift, wenn Sie auf die versicherte Wahlleistung verzichten: je 20 Euro am Tag aus KHU und aus KHP, zusammen also die 40 Euro, mit denen der First-Class-Schutz beworben wird. Rechnet eine Klinik überhaupt keinen Zuschlag für das Ein- oder Zweibettzimmer ab, entfällt der Anspruch aus KHU — dann liegen Sie ohnehin im besseren Zimmer. Davon getrennt steht der Tarif KHT: ein frei vereinbartes, steuerfreies Tagegeld ohne zeitliche Begrenzung für jeden Tag im Krankenhaus, das zusätzlich ausgezahlt wird. Bei 25 Euro am Tag kostet KHT mit 40 Jahren 5,05 Euro im Monat. |
| Ambulante Operationen | Ambulante Operationen nach § 115b SGB V sind bei der VGH kein eigener Leistungsbaustein. Die Tarifblätter zählen abschließend auf, was ersetzt wird: in KHU der gesondert berechenbare Zuschlag für das Ein- oder Zweibettzimmer, in KHP die gesondert berechenbare privatärztliche Behandlung. Wird der Eingriff ambulant im Krankenhaus erledigt und die Nacht auf Station gespart, knüpfen beide Bausteine der VGH an nichts mehr an. Das Krankenhaustagegeld springt an dieser Stelle nicht ein — die Tarifbedingungen 2017 halten fest: „Bei teil-, vor- und nachstationärer Heilbehandlung besteht kein Anspruch auf die Zahlung von Krankenhaustagegeldleistungen.“ Tarif KHT setzt einen Tag vollstationärer Behandlung voraus, und genau den vermeidet das ambulante Operieren. |
| Schutz im Ausland | Der Schutz der VGH reicht über Deutschland hinaus, aber nicht unbegrenzt: Europa ist vollständig abgedeckt, und wer vorübergehend darüber hinausreist, ist auch dort drei Monate lang ohne besondere Vereinbarung versichert. Vom vierten Monat eines solchen Aufenthalts an sinken die tariflichen Leistungen um ein Drittel, sofern vor der Abreise nichts anderes vereinbart wurde. Einen Rücktransport enthalten KHU und KHP nicht; er steckt bei der VGH in der ambulanten Ergänzung top fit. |
| Wechsel in eine höhere Stufe | Zwei Übergänge hält die VGH bereit. Wer in Ausbildung, Schule oder Studium steht, zahlt nach den Besonderen Bedingungen den vergünstigten Ausbildungsbeitrag — Schüler ab dem Kalenderjahr, in dem sie 20 werden, für höchstens vier Jahre, Studierende bis zum Abschluss und längstens zwölf Semester — und wird am Ende der Ausbildung, spätestens mit Vollendung des 34. Lebensjahres, in die Normaltarife umgestuft: ohne erneute Risikoprüfung und ohne erneute Wartezeiten. Wer den Schutz vorübergehend nicht braucht, etwa bei einem längeren Auslandsaufenthalt, kann ihn über die kleine Anwartschaftsversicherung nach Tarif AwVK zu herabgesetztem Beitrag ruhen lassen; die Dauer der Anwartschaft wird später auf die tarifliche Wartezeit angerechnet. |
Bei der VGH beginnt die Frist mit dem Versicherungsbeginn, und ein Vertrag, der erst nach der Einweisung geschlossen wird, hilft für diesen Aufenthalt nicht mehr.
-
Tag 0
Antrag bei der VGH
Die VGH prüft die Gesundheitsangaben, danach steht der Versicherungsbeginn fest.
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Vertragsbeginn
Die Frist beginnt zu laufen
Zwischen diesem Tag und der ersten Erstattung der VGH liegt die Frist aus den Bedingungen.
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Nach 3 Monaten
Allgemeine Wartezeit endet
Von hier an trägt die VGH auch planbare stationäre Behandlungen.
Für wen passt die VGH — und für wen eher nicht?
So fällt die Abwägung für die VGH aus, wenn man Zusagen und Ausschlüsse nebeneinanderlegt.
Dafür steht die VGH
- In Krankenanstalten mit angeschlossenem Kurbetrieb lässt die VGH den § 4 Abs. 5 MB/KK 2009 fallen — die schriftliche Leistungszusage vorab ist dort nicht nötig.
- Zimmer und Chefarzt sind einzeln bestellbar: mit 40 Jahren 10,91 Euro für KHU, 29,35 Euro für KHP, 40,26 Euro für beides zusammen.
- Die freie Krankenhauswahl ist Teil des Tarifs: Auch wer sich gegen die eingewiesene Klinik und für eine andere in Deutschland entscheidet, bekommt aus KHU die Mehrkosten der allgemeinen Krankenhausleistungen ersetzt.
- Bis zu 14 Tage Begleitung je Aufenthalt für ein Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, mit bis zu 35 Euro am Tag für Unterkunft und Verpflegung des Elternteils.
- Beide Bausteine sind mit Alterungsrückstellung gerechnet; dazu kommt der gesetzliche Zuschlag nach § 150 VAG, der ab dem 65. Lebensjahr in Beitragsermäßigungen fließt, und eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung.
- Der Kinderbeitrag fällt auffällig niedrig aus: 3,31 Euro im Monat für das komplette First-Class-Paket, solange das Kind die Altersgruppe bis 14 nicht verlassen hat.
- Aus der Ausbildung heraus geht es ohne erneute Risikoprüfung und ohne erneute Wartezeiten in die Normaltarife — spätestens mit Vollendung des 34. Lebensjahres.
Was bei der VGH offenbleibt
- Oberhalb des Höchstsatzes der Gebührenordnung endet die Leistungspflicht; den überschreitenden Teil einer Chefarztrechnung zahlt die VGH nicht.
- Es gilt eine allgemeine Wartezeit von drei Monaten und für eine Entbindung von acht Monaten; ausgenommen sind nur Unfälle und die in den Tarifbedingungen aufgezählten Infektionskrankheiten.
- In Kliniken außerhalb von Krankenhausentgeltgesetz und Bundespflegesatzverordnung sind die allgemeinen Krankenhausleistungen nicht erstattungsfähig — die reine Privatklinik bleibt teuer.
- Ab Eintrittsalter 71 weist die VGH keinen Beitrag mehr aus; über die Aufnahme entscheidet dann die Direktion im Einzelfall.
- Der Vertrag läuft mindestens zwei Jahre; gekündigt werden kann frühestens zum Ende dieser Frist, jeweils zum Ende eines Versicherungsjahres mit drei Monaten Frist.
- Außerhalb Europas sinken die Leistungen ab dem vierten Monat eines vorübergehenden Aufenthalts um ein Drittel, wenn vor der Abreise nichts anderes vereinbart wurde.
- Zahnersatz zahlt Tarif KHP nicht, auch wenn er im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts anfällt.
VGH: für Kinder ab 0,80 € im Monat
Was die Stufen der VGH im Monat kosten, hängt vor allem am Eintrittsalter. Jeder Wert der VGH gilt für eine versicherte Person.
- Kind · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 3,31 €
- 20 Jahre · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 28,12 €
- 30 Jahre · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 33,22 €
- 40 Jahre · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 40,26 €
- 50 Jahre · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 51,48 €
- 60 Jahre · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 66,95 €
- 70 Jahre · VGH First Class (Tarife KHU und KHP) 84,29 €
- Kind · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 0,80 €
- 20 Jahre · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 7,67 €
- 30 Jahre · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 9,08 €
- 40 Jahre · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 10,91 €
- 50 Jahre · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 14,08 €
- 60 Jahre · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 18,65 €
- 70 Jahre · VGH Einzelzimmer (Tarif KHU) 24,09 €
- Kind · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 2,51 €
- 20 Jahre · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 20,45 €
- 30 Jahre · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 24,14 €
- 40 Jahre · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 29,35 €
- 50 Jahre · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 37,40 €
- 60 Jahre · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 48,30 €
- 70 Jahre · VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP) 60,20 €
- Kind · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 1,05 €
- 20 Jahre · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 3,00 €
- 30 Jahre · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 3,90 €
- 40 Jahre · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 5,05 €
- 50 Jahre · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 6,80 €
- 60 Jahre · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 9,15 €
- 70 Jahre · VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT) 11,78 €
Stand 18. September 2026. Verbindlich wird der Beitrag mit dem Angebot, weil bei der VGH auch der Gesundheitszustand bei Antragstellung eingeht.
Der Einstiegsbeitrag sagt wenig; entscheidend ist die Alterungsrückstellung, und bei der VGH wird sie gebildet. Über die 4 Stufen hinweg bewegt die VGH den Beitrag erheblich — je nach Zimmer und Honorargrenze.
Wie steht die VGH im Vergleich zu den übrigen Gesellschaften?
Gerechnet über das gesamte Feld ergibt sich für die VGH das folgende Bild.
| Erstattungsgrenze | Gesellschaften | Steht die VGH hier? |
|---|---|---|
| auch über den Höchstsatz hinaus | 32 Gesellschaften | nein |
| ohne genannte Obergrenze | 1 Gesellschaft | nein |
| bis zum 3,5-fachen Satz | 3 Gesellschaften | ja |
| bis zum 2,3-fachen Satz | 1 Gesellschaft | nein |
| ärztliche Leistungen nicht versichert | 1 Gesellschaft | nein |
Die Grenze der VGH liegt beim 3,5-fachen Satz. Das ist mehr als der Regelsatz, den 1 Anbieter ansetzen, aber weniger als die 32 Gesellschaften ohne Deckel bieten.
3 Monate vergehen bei der VGH, bis der Schutz greift — dieselbe Frist wie bei 17 Gesellschaften, während 21 ganz darauf verzichten. An zwei Fragen misst sich, was die VGH Ihnen bringt: wann der Schutz greifen soll und wie frei die Arztwahl sein muss.
Wohin es von der VGH aus weitergeht
Einbettzimmer
Zwischen 90 und 210 Euro am Tag: Wie das Einbettzimmer abgerechnet wird und was die VGH davon trägt.
Zweibettzimmer
Für viele die ausreichende Wahl: wie sich der Zuschlag zusammensetzt und wo die VGH ihn ansetzt.
Chefarztbehandlung
Wie das Wahlarzthonorar entsteht und warum die Erstattungsgrenze der VGH genau hier zählt.
Freie Krankenhauswahl
Wann Sie das Haus selbst bestimmen dürfen und welche Kliniken bei der VGH überhaupt in Betracht kommen.
Die VGH und die Alternativen nebeneinandergelegt
Nennen Sie uns Ihr Geburtsjahr und den gewünschten Zimmertyp; Sie erhalten eine schriftliche Aufstellung, in der die VGH neben den Tarifen steht, die für Sie sonst in Betracht kommen — kostenlos und unverbindlich.
Angebot anfordernHäufige Fragen zur Krankenhauszusatzversicherung der VGH
Bis zu welchem Steigerungsfaktor erstattet die VGH das Arzthonorar?
Die VGH erstattet bis zum 3,5-fachen Satz. Die VGH zieht die Grenze beim Höchstsatz der Gebührenordnung. Tarif KHP erstattet die gesondert berechenbare privatärztliche Behandlung so weit, wie der Arzt sie nach der amtlichen Gebührenordnung abrechnen darf. Was er darüber hinaus berechnet, bleibt an Ihnen hängen: Für Aufwendungen, die „durch Überschreiten der möglichen Höchstsätze“ entstehen, sagen die Tarifbedingungen 2017 knapp, es „besteht kein Leistungsanspruch“. Vereinbart ein Chefarzt nach § 2 GOÄ ein Honorar oberhalb des 3,5-fachen Satzes, tragen Sie den Überhang bei der VGH selbst. Zahnersatz ist in KHP ausdrücklich ausgenommen, auch wenn er im Krankenhaus anfällt.
Wie lange ist die Wartezeit bei der VGH?
Bei der VGH gilt eine allgemeine Wartezeit von 3 Monaten. Für die First-Class-Bausteine der VGH gelten die Wartezeiten des § 3 MB/KK 2009: drei Monate allgemeine Wartezeit ab Versicherungsbeginn, acht Monate für eine Entbindung. Die allgemeine Wartezeit entfällt bei Unfällen und zusätzlich bei einer in den Tarifbedingungen 2017 einzeln aufgezählten Reihe akuter Infektionskrankheiten — von Masern, Windpocken und Scharlach über Mumps und Keuchhusten bis zu Typhus und Cholera. Wird der Antrag in Verbindung mit einer ärztlichen Untersuchung gestellt, können die Wartezeiten erlassen werden. Wer aus der gesetzlichen Kasse oder einer Vollversicherung ausscheidet und binnen zwei Monaten anschließt, bekommt die dort zurückgelegte Zeit angerechnet.
Welche Tarife führt die VGH in der stationären Zusatzversicherung?
Die VGH führt 4 Tarife: VGH First Class (Tarife KHU und KHP), VGH Einzelzimmer (Tarif KHU), VGH Privatärztliche Behandlung (Tarif KHP), VGH Krankenhaustagegeld (Tarif KHT). Die beiden Bausteine der VGH lassen sich einzeln bestellen, und das verschiebt den Beitrag erheblich: Mit 40 Jahren kostet das Zimmer (KHU) 10,91 Euro, das Arzthonorar (KHP) 29,35 Euro — der Privatarzt ist also fast dreimal so teuer wie das bessere Bett. Wer nur einen Baustein nimmt, verliert auch die Nebenleistungen, die daran hängen: Die freie Krankenhauswahl und die Begleitung des Kindes stecken in KHU, die Wahlleistungen rund um den Aufenthalt in KHP. Das Ersatz-Krankenhaustagegeld beträgt je Baustein 20 Euro am Tag und erreicht nur zusammen die 40 Euro, mit denen die VGH wirbt. Tarif KHT ist kein Ersatz für die beiden, sondern eine Geldleistung obendrauf; Tarif KUR deckt Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen bis zu 28 Tage ab, mit 50 Prozent des Tagegeldes für sonstige Kuren. Grundlage aller Bausteine sind die Musterbedingungen 2009 mit den Tarifbedingungen 2017; die Tarifblätter tragen den Stand 01.17.
Bildet die VGH eine Alterungsrückstellung?
Ja. Die VGH berechnet First Class mit Alterungsrückstellung: Allein weil die versicherte Person älter wird, darf der Beitrag nicht steigen, solange eine Rückstellung zu bilden ist. Das Eintrittsalter ergibt sich aus dem Jahr des Vertragsbeginns abzüglich des Geburtsjahres — der Geburtstag selbst zählt nicht, wer im Dezember geboren ist, zahlt dasselbe wie der im Januar Geborene. Zusätzlich fließt der gesetzliche Zuschlag nach § 150 VAG in die Rückstellung und wird ab Vollendung des 65. Lebensjahres für Beitragsermäßigungen verwendet. Zwei Altersstufen sind fest geregelt: Ab Ende des Kalenderjahres, in dem ein Kind 14 wird, gilt der Beitrag der Gruppe 15 bis 19 Jahre, ab Ende des Jahres der Vollendung des 19. Lebensjahres der Beitrag zum Eintrittsalter 20. Hinzu kommt eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung nach Maßgabe der Tarifbedingungen.
Was kostet die Krankenhauszusatzversicherung der VGH im Monat?
Zwischen 0,80 € und 84,29 € im Monat liegt die Spanne der VGH — welcher Wert gilt, entscheidet die Stufe und das Alter bei Vertragsbeginn. Weil jeder Jahrgang eine eigene Beitragsstufe hat, lässt sich der Preis der VGH nicht pauschal nennen. Mit Ihrem Geburtsdatum rechnen wir ihn aus.
Verbindlich ist für die VGH der Bedingungstext des jeweiligen Tarifs, nicht die Zusammenfassung auf dieser Seite.